Alte Heimat - Aktuell

Doku-Drama „Die Donauschwaben“ in Freiburg und Haßloch gezeigt

Absage an Kollektivschuld


 

Nach der Deutschlandpremiere am 3. Mai in München wurde der Dokumentationsfilm „Die Donauschwaben“ von Marko Cvejic wenig später auch in Freiburg und Haßloch mit großem Interesse und viel Sympathie aufgenommen.

In einem Hörsaal der Freiburger Universität sahen am 4. Mai rund 55 Personen – darunter eine größere Gruppe Banater Schwaben, aber auch viele Binnendeutsche – Filmausschnitte und beteiligten sich rege an einer Diskussion mit dem jungen serbischen Regisseur und der slowenischen Hauptdarstellerin Zala Vidali. Zu der Veranstaltung hatte der Ostdeutsche Akademische Arbeitskreis/Kopernikuskreis eingeladen, der in jedem Semester mit mindestens zwei hochschulöffentlichen Vorträgen die Geschichte und Gegenwart verschiedenster jenseits der Staatsgrenzen lebender deutscher Volksgruppen thematisiert. Als nächstes ist am 21. Juni Leni Perencevic vom Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm zu Gast und spricht zum Thema „Donauschwäbische Erzählungen über Flucht, Vertreibung und Lagerleben. Beispiele aus den volkskundlichen Sammlungen des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde in Freiburg“ (18.15 Uhr; Hörsaal 1098 im Kollegiengebäude I).

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Grabschändung des donauschwäbischen Denkmals in Gakowa

Bilder der im März 2012 beschädigten Gedenkstätte

 

 

 

 

 


Wider das Vergessen - Unser Vereinsmitglied Jürgen Schneider aktiv im Banat

Werschetz im Oktober 2011: Mit dem Kreuz durch die Dreilaufergasse

Vorbemerkung:
Nachfolgender Bericht entstammt der Feder von Jürgen Schneider, dessen Mutter Maria, geb. Braun (Jahrgang 1937), aus Kudritz (Banat) stammt. Deren Mutter wiederum wurde dort von den Russen erhängt. Ohne ihre Mutter war Maria mit ihrer Schwester Emma (Jahrgang 1931) zuerst im Lager Kudritz, dann in Molidorf und schließlich in Schendjuri (Sankt Georgen - heute Zitiste) interniert, ehe sie mit einer Gruppe Erwachsener im Februar 1948 nachts zu Fuß durch den Schnee bis ins Luftlinie 18 km entfernte Rumänien fliehen konnte. „Mir war es immer schon ein Herzensanliegen gewesen, sowohl das Heimatdorf Kudritz als auch die benachbarte Stadt Werschetz und die Stationen des Leidens meiner Mutter und meiner Großmutter einmal mit eigenen Augen anzuschauen, die Wege mit eigenen Füßen zu gehen“, erklärt Jürgen Schneider. Nach Kontaktaufnahme mit Stefan Bastius aus Tegernheim, einem 85-jährigen Kudritzer und ehemaligen Schüler des Werschetzer Gymnasiums, ergab sich dann im September 2011 die Gelegenheit. Die nun folgenden Auszüge aus den Schilderungen von Jürgen Schneider beziehen sich sowohl auf diese erste Reise als auch auf den wenig später erfolgten Besuch im Oktober 2011.

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